EISERN ANTWORTEN

„DAS WAR DER POINT OF NO RETURN“

FREDERIK RØNNOW ÜBER EIN GESPRÄCH, DAS FÜR IHN BEI UNION ALLES VERÄNDERT HAT, SEINE ZIELE MIT DEM DÄNISCHEN NATIONALTEAM UND EINE NEUE, REGELBEDINGTE DRUCKSITUATION FÜR TORHÜTER. Interview: Markus Lotter Mathias Irminger Sonne empfängt uns am Eingang zu den Nordischen Botschaften in Berlin mit einem Champions-League-Ball (eindeutiges Erkennungszeichen!) unterm Arm. So freundlich, wie wir das erhoffen durften, nach einem kurzen Vorgespräch via Telefon und ein paar E-Mails, in denen wir noch einmal Termin und Ablauf dieses Miteinanders abgestimmt hatten. Unser Anliegen: Ab 14 Uhr würden wir uns schon mal gern in der Dänischen Botschaft, die in die Nordischen Botschaften integriert ist, nach ein paar Orten für einen Foto-Shoot umsehen. Gegen 14.30 Uhr würde Frederik Rønnow dazu kommen. Der Torhüter des 1. FC Union Berlin, mit dem wir hier vor Ort im Rahmen eines doch etwas längeren Interviews über seinen Werdegang, die dänische Nationalmannschaft und die EM 2024, aber natürlich auch über den 1. FC Union Berlin sprechen möchten. Die Reaktion: Alles kein Problem, alles ganz entspannt. Kommt – und seid unsere Gäste. Das war die Botschaft der Botschaft. Ach ja, später würde auch noch die Botschafterin Susanne Hyldelund gern kurz mal „Hallo“ sagen – wenn das für uns okay ist. Irminger Sonne, der Mann mit dem Champions-League-Ball, der seit Juni 2023 Leiter der Abteilung Kommunikation, Kultur & Public Diplomacy in der deutschen Vertretung seines Heimatlandes ist, bietet uns sofort das „Du“ an, erklärt, dass es nur einen Menschen gebe, der in Dänemark gesiezt wird: Königin Margrethe. Leider fällt einem in diesem Moment nicht die richtige Nachfrage ein, die da hätte lauten müssen: Und was ist mit Frederik X.? Aber nun gut. Nach einer kurzen Einführung in die weitläufige Anlage an der Rauchstraße 1, auf der neben der dänischen noch die isländische, schwedische, finnische und norwegische Repräsentanz zu finden sind, ist auch schon Frederik Rønnow zur Stelle. Schwarze Kappe, legeres Outfit. Er war eben noch schnell um die Ecke an einer anderen Pforte der Nordischen Botschaften, um einen Ausweis für einen seiner Söhne zu beantragen, aber jetzt sei er bereit für das, was auch immer auf ihn zukommt. Irminger Sonne führt uns vom Felleshus, dem Gemeinschaftshaus, durch eine Schleuse, über einen Vorplatz hinüber zur Dänischen Botschaft, die vom Architekturbüro 3XN A/S entworfen und im Herbst 1999 eröffnet wurde. Imposantes Gebäude, das größte auf dem Hof. Darin geht es, dem Fotografen folgend, durch das Atrium über drei Etagen hinweg sogleich treppauf und treppab. Zuerst ein Foto mit der Botschafterin, die sich als Susanne bei uns vorgestellt hat und uns ihr Büro als Set oder was auch immer anbietet und sich nach wenigen Minuten zu einem Meeting verabschiedet. Dann ein Foto auf dem Balkon des Hauses, wobei sich Rønnow gegen den Wunsch des Fotografen wehrt, auch noch neben der großen dänischen Fahne, die Irminger Sonne aufgetrieben hat, zu posieren. Verständlich, bei aller Bereitschaft, das geht dann doch zu weit. Und zu guter Letzt das Interview in einem Besprechungsraum in der dritten Etage. Ende Juni 1992 wird Dänemark sensationell Fußball-Europameister, nur sechs Wochen später, Anfang August, wird Frederik Riis Rønnow in Horsens geboren. Haben Deine Eltern Dir mal erzählt, was das für ein Sommer war?
© Berliner Verlag GmbH ∙ Karl-Liebknecht-Str.29∙ 10178 Berlin
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FREDERIK RØNNOW ÜBER EIN GESPRÄCH, DAS FÜR IHN BEI UNION ALLES VERÄNDERT HAT, SEINE ZIELE MIT DEM DÄNISCHEN NATIONALTEAM UND EINE NEUE, REGELBEDINGTE DRUCKSITUATION FÜR TORHÜTER. Interview: Markus Lotter Mathias Irminger Sonne empfängt uns am Eingang zu den Nordischen Botschaften in Berlin mit einem Champions-League-Ball (eindeutiges Erkennungszeichen!) unterm Arm. So freundlich, wie wir das erhoffen durften, nach einem kurzen Vorgespräch via Telefon und ein paar E-Mails, in denen wir noch einmal Termin und Ablauf dieses Miteinanders abgestimmt hatten. Unser Anliegen: Ab 14 Uhr würden wir uns schon mal gern in der Dänischen Botschaft, die in die Nordischen Botschaften integriert ist, nach ein paar Orten für einen Foto-Shoot umsehen. Gegen 14.30 Uhr würde Frederik Rønnow dazu kommen. Der Torhüter des 1. FC Union Berlin, mit dem wir hier vor Ort im Rahmen eines doch etwas längeren Interviews über seinen Werdegang, die dänische Nationalmannschaft und die EM 2024, aber natürlich auch über den 1. FC Union Berlin sprechen möchten. Die Reaktion: Alles kein Problem, alles ganz entspannt. Kommt – und seid unsere Gäste. Das war die Botschaft der Botschaft. Ach ja, später würde auch noch die Botschafterin Susanne Hyldelund gern kurz mal „Hallo“ sagen – wenn das für uns okay ist. Irminger Sonne, der Mann mit dem Champions-League-Ball, der seit Juni 2023 Leiter der Abteilung Kommunikation, Kultur & Public Diplomacy in der deutschen Vertretung seines Heimatlandes ist, bietet uns sofort das „Du“ an, erklärt, dass es nur einen Menschen gebe, der in Dänemark gesiezt wird: Königin Margrethe. Leider fällt einem in diesem Moment nicht die richtige Nachfrage ein, die da hätte lauten müssen: Und was ist mit Frederik X.? Aber nun gut. Nach einer kurzen Einführung in die weitläufige Anlage an der Rauchstraße 1, auf der neben der dänischen noch die isländische, schwedische, finnische und norwegische Repräsentanz zu finden sind, ist auch schon Frederik Rønnow zur Stelle. Schwarze Kappe, legeres Outfit. Er war eben noch schnell um die Ecke an einer anderen Pforte der Nordischen Botschaften, um einen Ausweis für einen seiner Söhne zu beantragen, aber jetzt sei er bereit für das, was auch immer auf ihn zukommt. Irminger Sonne führt uns vom Felleshus, dem Gemeinschaftshaus, durch eine Schleuse, über einen Vorplatz hinüber zur Dänischen Botschaft, die vom Architekturbüro 3XN A/S entworfen und im Herbst 1999 eröffnet wurde. Imposantes Gebäude, das größte auf dem Hof. Darin geht es, dem Fotografen folgend, durch das Atrium über drei Etagen hinweg sogleich treppauf und treppab. Zuerst ein Foto mit der Botschafterin, die sich als Susanne bei uns vorgestellt hat und uns ihr Büro als Set oder was auch immer anbietet und sich nach wenigen Minuten zu einem Meeting verabschiedet. Dann ein Foto auf dem Balkon des Hauses, wobei sich Rønnow gegen den Wunsch des Fotografen wehrt, auch noch neben der großen dänischen Fahne, die Irminger Sonne aufgetrieben hat, zu posieren. Verständlich, bei aller Bereitschaft, das geht dann doch zu weit. Und zu guter Letzt das Interview in einem Besprechungsraum in der dritten Etage.
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